Spielbetrieb

Vereine

TVN Tennis Zentrum Essen

TVN Padel

Insideout Magazin

Folgen Sie uns

  • Facebook Logo   Twitter Logo         

Tim Sandkaulen und Sarah Gronert zweifache Meister


Es war ein perfekter Tag zum Abschluss einer starken Woche für Tim Sandkaulen. Der 19-jährige Mönchengladbacher holte sich bei den Niederrhein-Verbandsmeisterschaften in Velbert beide Titel: in der „Königsklasse“, dem Herren-Einzel, und den im Doppel. Für Julia Victoria Rennert lief es nicht ganz so perfekt. Doch sie hatte ebenfalls Grund genug zur Freude: über zwei Vizemeisterschaften – und das mit gerade mal 16 Jahren bei den „Großen“, in der Offenen Klasse der Damen.

Ein großer Tag also für den Niederrhein-Nachwuchs, aber auch einer, bei dem die etwas „reiferen“ Jahrgänge zeigten, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Sarah Gronert zum Beispiel, die sich die Titel in der Damen-„Hauptklasse“ im Einzel und im Doppel holte. Und auch in den Feldern der Damen und Herren ab 35 Jahren mit Namen wie Raphael Özelli und Mark Joachim oder Daniela Kalthoff und Claudia Alkan – um einige zu nennen - wurde starkes Tennis geboten. Nicht weit entfernt übrigens auch: In Ratingen, wo die Klassen ab 40 Jahre bis zu den über 75-Jährigen ihre Meister ermittelten.

Studium in den USA und Tennis - es passt

Tim Sandkaulen, der zweifache Deutsche Jugendmeister 2015, lernt seit einem guten halben Jahr „die Welt kennen“ - in der Kombination von Tennis und Vorbereitung auf ein späteres Leben: als Student in den USA, wo er an der „Ole Miss“-Universität in Oxford im Bundesstaat Mississippi Sport-Management und  -Marketing studiert. Wobei Tennis nicht zu kurz kommt, wie er jetzt bei seinem Heimat-Aufenthalt während der Semesterferien zeigt. Da hat er in der Zweiten Mannschaft des GHTC in der 2. Verbandsliga an Position eins noch kein Spiel verloren und ist auch für die ersten Bundesliga-Spiele der neuen Saison im Kader des Deutschen Meisters. Er hat ein Turnier in Hamburg-Blankenese gewonnen, war in den USA in 18 Spielen der stark besetzten, sogenannten College-Liga erfolgreich, ist nun Verbandsmeister geworden und seit langem ungeschlagen.

Tim Sandkaulen will die vier Jahre Studium in Oxford durchziehen. „Danach möchte ich ein, zwei Jahre sehen, ob ich im Tennis als Profi bestehen kann“, sagt er. „Das Studium in den USA mit der Möglichkeit, dort auch ernsthaft Tennis zu spielen, ist bisher eine gute Entscheidung.“

Nur im Finale einen Satz abgegeben

Keinen einzigen Satz hatte der 19-Jährige in Velbert abgegeben bis zum Einzel-Finale. Dabei traf Sandkaulen heute auf einen 17 Jahre älteren Gegner, den er recht gut kennt: Jasper Smit. Die beiden haben beim GHTC in der Bundesliga zusammen Doppel gespielt und gemeinsam trainiert. „Ich wusste also, wie er spielt, kannte seine Stärken“, sagte Tim Sandkaulen, „habe ihn mir diese Woche noch einmal angesehen.“ Was sich auszahlen sollte: Er setzte den aufschlagstarken Niederländer, der inzwischen für den TC Bredeney spielt, mit seinen Returns unter Druck, holte sich den ersten Satz mit 6:4. „Dann aber kam Tims Aufschlag nicht mehr so gut, er hat sich in die Defensive drängen lassen. Wenn er hingegen dominant spielt, macht er auch die Punkte“, analysierte Axel Niemöller, der Sandkaulen mit Arif Ünal in seiner Odenkirchener Tennisschule derzeit wieder beim Deutschland-Aufenthalt trainiert. Tim verlor den zweiten Satz 3:6, fand dann aber wieder seine Linie und gewann den dritten Durchgang 6:2. Jasper Smit leistete sich mehr unnötige Fehler bei teils entscheidenden Situationen und machte am Ende aus seiner Enttäuschung über das verlorene Finale kein Hehl.

Glatter lief es anschließend im Doppel-Finale, das Tim Sandkaulen mit seinem Gladbacher Clubkollegen Raphael Özelli (zuvor Gewinner der Einzelkonkurrenz Herren 35 gegen Mark Joachim) gegen Hermann Gertmann und Max Hertl ebenfalls gewann.

Der 0:5-Rückstand weckte Julia Rennerts Trotz

Eine Berg- und Talfahrt gab es für die erst 16-jährige Julia Victoria Rennert im Einzel-Endspiel der Damen gegen die fast doppelt so alte Sarah Gronert. Die führte im ersten Satz 5:0, es drohte langweilig zu werden. Doch Julia fand doch noch ins Spiel – mit Trotz. „Ich habe mir gesagt, so will ich nicht verlieren“, erzählte sie später. Das 0:5 wurde zum Ansporn. „Bei mir machte sich auf einmal die erfolgreiche, aber auch anstrengende letzte Zeit bemerkbar“, sagte Sarah Gronert: „Beim Turnier in Stadtlohn hatte ich Dinah Pfizenmaier geschlagen, an diesem Wochenende am Samstag noch in der Liga Luxemburgs gespielt, weshalb mein Doppel-Halbfinale in Velbert mit Imke Küsgen gegen Antonia Balzert und Michele Erkens am Sonntag nach dem Einzel gespielt wurde. Ich bin der Nacht erst zurückgekommen“, erzählte Sarah Gronert. Und dann hieß es nach dem 5:0 auf einmal 5:5, es wurde eng. Doch Julia Rennert hatte im Tiebreak ein wenig Pech, zudem fehlte in einigen Szenen der „letzte Tick“. Gronert gewann den Tiebreak mit 7:2. Und den zweiten Satz 6:0.

„Ich freue mich über meinen zweiten Titel als Niederrhein-Verbandsmeisterin nach 2015“, sagte Sarah Gronert, die auch vier Titel in Westfalen gewonnen hat  und einige Jahre auf der WTA-Tour recht erfolgreich war: höchste Platzierung Rang 164 vor fünf Jahren. In Velbert kam dann zum Abschluss noch der Gewinn der Doppel-Konkurrenz mit Imke Küsgen hinzu.

Davon kann Julia Victoria Rennert zunächst nur träumen. Velbert ist für die Gymnasiastin der Abschluss zweier intensiver Tennis-Wochen. Bei der Deutschen U16-Jugendmeisterschaft gab es gerade eine kleine Enttäuschung nach einem guten Turnier mit dem Aus als Nummer 2 der Setzliste im Halbfinale gegen die ungesetzte Lauffenerin Antonia Schmid. Vergangenen Sonntag dann das Debüt in der Zweiten Damen-Bundesliga (für Moers) - gleich mit dem ersten Sieg. Und nun Platz zwei bei den Niederrhein-Damen – ein nicht erwarteter Erfolg: „Ich hatte eine schwere Auslosung, an ein Finale habe ich nicht gedacht.“

Auch sehr gut in der Schule – und mit der Geige

Die Vizemeisterschaft bei den Niederrhein-Damen mit 16 Jahren ist ein Schritt, der Erwartungen weckt – vorsichtige. „Aus einer sehr talentierten, aber etwas pummeligen Fünfjährigen ist eine durchtrainierte Spielerin geworden, die sich Schritt für Schritt verbessert hat“, sagt Michael Hohensee, der Julia Rennert von Anfang an trainiert. Und Gerd Korhammer, Vorsitzender ihres Heimatvereins TC Neuss-Gnadental,  weist stolz darauf hin: „Solche Erfolge kommen nicht von ungefähr. Unser Verein tut sehr viel für die Jugend. Im Winter machen bis zu 100 Kinder bei unserem Hallentraining mit.“ Strümp, Stadtwald Hilden und nun Zweitligist TC Moers 08 sind weitere Stationen Rennerts.

Einer nun 16-Jährigen, die auch stark in der Schule ist und neben Tennis ein bemerkenswertes Hobby hat: Geige spielen. „Und zwar ebenfalls auf hohem Niveau“, sagt ihr Vater.

Dietloff von Arnim: „Wir waren sehr gerne hier“

Es war ein gelungener Abschluss dieser Titelkämpfe, die nach Jahren wieder beim Netzballverein Velbert austragen wurden, der 2018 sein 120-jähriges Jubiläum feiert, früher schon elfmal diese Meisterschaft ausgetragen hat und nun die 70. Auflage. „Wir waren sehr gerne hier“, sagte TVN-Präsident Dietloff von Arnim. TVN-Jugendwart Rainer Babik freute sich über die Erfolge der jungen Spieler, Sportwart Uli Nacken über das sportlich hohe Niveau. Und über die routinierte Turnierleitung mit Thorsten Thiele, Patrick Iber  und Oberschiedsrichter Carsten Nothnik.

Und dann gab es noch einen besonderen Ehrengast: Gabi Gröll-Dinu, zusammen mit Imke Küsgen immer  noch Rekord-Niederrheinmeisterin bei den Damen: fünf Erfolge in den Jahren 1980 bis1989. Und seit 39 Jahren ETUF Essen treu, mit dessen Damen 50 sie in diesem Jahr erneut Deutsche Mannschaftsmeisterin werden will.

Die Endspiele

Herren: Tim Sandkaulen  (Gladbacher HTC) - Jasper Smit (TC Bredeney) 6:4, 3:6, 6:2
Herren 30: Raphael Özelli (Gladbacher HTC) –  Mark Joachim (NBV Velbert) 6:4, 6:2
Herren-Doppel: Raphael Özelli/Tim Sandkaulen –  Hermann Gertmann/Max Hertl (Ratingen/Rochusclub Düsseldorf)  4:6, 6:4, 10:3
Damen: Sarah Gronert (Lintorfer TC) – Julia Victoria Rennert (TC Moers 08, TC Gnadental) 7:6 (2), 6:0
Damen 30:  Daniela Kalthoff (Lintorfer TC) - Claudia Alkan (ETB SW Essen) 6:3, 6:2
Damen-Doppel: Sarah Gronert/Imke Küsgen (Lintorfer TC/Ratinger TC GW) – Julia Victoria Rennert/Alice Tesan (TC Moers 08/Rochusclub Düsseldorf) 6:4, 7:5

Alle Ergebnisse der Offenen Klassen, der Damen und Herren 30 in Velbert sowie sämtliche Felder bei den Senioren in Ratingen finden Sie über die unten stehenden Links.
Ein Bericht von den Klassen der Damen und Herren ab 40 bis über 75 Jahren folgt.

 Zu den Feldern Offene Klasse und ab 30 Jahre HIER
 
Zu den Feldern ab 40 Jahre HIER 

Niederrheinmeister 2017: Tim Sandkaulen Alle Fotos: KLaus Molt

Niederrheinmeisterin 2017: Sarah Gronert

Vizemeisterin Julia Victoria Rennert

Vizemeister Jasper Smit

Rekordmeisterinnen mit je fünf Titeln: Gabi Gröll-Dinu und Imke Küsgen

Herren-Siegerehrung (von links): NBV-Vorsitzender Bernd Wolf, Gabi Gröll-Dinu, Jasper Smit,Tim Sandkaulen, TVN-Sportwart Uli Nacken, Bürgermeister Volker Feldhoff, Präsident Dietloff von Arnim, Turnierleiter Thorsten Thiele.

Damen 30: Claudia Alkan, Schiedsrichter Matthias Nickel, Daniela Kalthoff

Damen-Doppel: Julia Rennert, Alice Tesan, Schiedsrichter T. Köhler, Imke Küsgen, Sara Gronert

Herren 30 (von links): Bernd Wolf, Gabi Gröll-Dinu, Mark Joachim, Raphael Özelli, Dietloff von Arnim, Uli Nacken, Volker Feldhoff und Turnierleiter Thorsten Thiele

Der Clubchef packt mit an.

Spielbetrieb

Vereine

TVN Tennis Zentrum Essen

TVN Padel

Insideout Magazin

Folgen Sie uns

  • Facebook Logo   Twitter Logo